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   fv-Vorstand
 (von links:) Jens Martin Lötz, Jacqueline Olesen, Susanne Bahret

Fachverbands-Vorstand als Gast beim Studientag „Religionsunterricht“der Frühjahrssynode 2019

Bericht: Susanne Bahret
Das erste Kurzreferat erfolgte von Herrn Oberkirchenrat Prof. Dr. Schneider-Harpprecht , der gut verständlich die komplexe Bedeutung des Religionsunterrichts (RU) in der heutigen Zeit zusammenfasste: konfessionell gebundene Religionslehrer*innen seien wichtig, um den christlichen Standpunkt authentisch zu vertreten. So könne der RU dazu beitragen, Schüler*innen sprachfähig zu machen in einer pluraler werdenden Gesellschaft.
Nach Umfragen bezeichneten sich 63% der Jugendlichen als gläubig. Nach Art 7, Abs 3 GG sei der RU ordentliches Lehrfach. Der Unterricht, den kirchliche Lehrkräfte erteilen, werde mit 70% durch das Land refinanziert, eine 100%ige Refinanzierung werde nach und nach angestrebt. Schüler*innen hätten ein Recht auf religiöse Bildung, deshalb müsse eine Schule nicht weltanschaulich neutral sein. Eine große Chance sei an vielen Schulen KoKo, der ebenfalls ein konfessioneller Unterricht sei, und im Wechsel von evangelischen und katholischen Religionslehrer*innen gehalten werden, und an ca. 500 Schulen in Baden-Württemberg praktiziert werde, mit steigender Tendenz.

Frau Kirchenrätin Jestadt präsentierte die Schülerzahlen und Statistiken. Es wurde deutlich, wie viele junge Menschen während der Schulzeit durch den RU erreicht werden.
   Podiumsdiskussion während des Studientages RU
 (Quelle: ekiba / Ulli Naefken), Podiumsdiskussion (v.li):
Moderatorin Waltraud Riemer,
Klaus Lorenz (Ministerialdirigent, Kultusministerium Stuttgart),
Claudia Märkt (Schulleiterin, Ettlingen),
Susanne Stephan (Schulleiterin, Ettlingen),
Martin Schöner (Vorstand Privatkunden VR Bank Enz plus eG, Remchingen)
und Oberkirchenrat Prof. Dr. Christoph Schneider-Harpprecht
(Evangelischer Oberkirchenrat Karlsruhe)
Herr Kirchenrat Obenauer betonte die Möglichkeit der Vernetzung durch den RU, der durch Gemeindepfarrer und Diakone erfolge.

Herr Döpp sprach für die evangelischen Schulen. Unter der Überschrift „Jesu Geist in unserer Mitte“ buchstabierte er durch, was das für alle am Schulleben beteiligten bedeutet. Wenn Menschen als Ebenbilder Gottes gesehen werden, dann wirke sich das auf Schüler*innen, Lehrer*innen, Eltern und Gesellschaft positiv aus.

Dr. Hauser, Direktor des RPI Karlsruhe, berichtete von den Erfahrungen der Schulseelsorge und der vielen Schulgottesdienste, wenn Kirche in der Schule geschehe.

In den als nichtöffentlich angekündigten Arbeitsgruppen waren dann doch auch Gäste willkommen. So brachten wir uns in drei Arbeitsgruppen als Gesprächspartner ein. In meiner Arbeitsgruppe wurde das ausdrücklich als sehr positiv aufgenommen.

Die Podiumsdiskussion am Abend war eine sehr positive Bilanz des RU. Von Seiten des Ministeriums, vertreten durch Ministerialdirigent Klaus Lorenz, wurde zugesichert, dass der RU aus politischer Sicht gesichert sei. Die Begeisterung für das Fach RU vertrat sehr überzeugend Frau Claudia Märkt, Schulleiterin, Ettlingen. Herr Martin Schöner, Vorstand Volksbank Enzkreis, betonte die Bedeutung von Werten, z.B. Ehrlichkeit, die Schüler*innen im RU vermittelt bekämen und im Berufsleben dann bräuchten. Herr Oberkirchenrat Prof. Dr. Schneider-Harpprecht wies aber auch darauf hin, dass der RU nicht instrumentalisiert werden dürfe. Probleme des RU heute, Belastung der Religionslehrer*innen, Zunahme der ungetauften Schüler*innen an vielen Schulen und die Zukunft des RU waren kaum Thema in der Podiumsrunde.

Der Bildungsreferent der Landeskirche, Oberkirchenrat Prof. Dr. Christoph Schneider-Harpprecht, tritt im Sommer in den Ruhestand und wurde am letzten Synodentag (13. April) von den Landessynodalen mit bewegenden Worten und einer Jonglage-Einlage verabschiedet. Bilder von der Verabschiedung finden Sie auf der ekiba-facebook-Seite .

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