25.01.2017    

Mehr Jugendliche im Wettbewerb "Christentum und Kultur"

Von 113 Oberstufenarbeiten werden 17 ausgezeichnet

Zum 14. Mal haben die katholischen und evangelischen Kirchen in Baden-Württemberg am Mittwoch, 25. Januar, die Preisträgerinnen und Preisträger des Schülerwettbewerbs „Christentum und Kultur“ ausgezeichnet. 113 Schülerinnen und Schüler der Kursstufe der allgemeinbildenden und der beruflichen Gymnasien stellten sich mit ihren Beiträgen der Konkurrenz. „Wir freuen uns über die große Resonanz des Wettbewerbs in den Oberstufen der Schulen im Land“, betonte der Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Baden, Jochen Cornelius-Bundschuh, der in diesem Jahr die Auszeichnungen vornahm. „Es ist großartig, dass sich so viele junge Leute mit der Frage beschäftigt haben, welche Rolle das Christentum und andere Religionen in unserer Kultur gespielt haben und zukünftig einnehmen sollen.“ Es wurden zwei erste, ein zweiter und vier dritte Preise sowie zehn Buchpreise verliehen. Die ersten Preise erhielten Stella Faber aus Balingen und Daniel Gruner aus Stuttgart. Gleich vier Preise gingen an Schülerinnen und Schüler der Käthe-Kollwitz-Schule in Bruchsal.
Preistraeger 2017
Die Preisträger des Wettbewerbs / Foto: ZfK/David Groschwitz

89 Arbeiten von insgesamt 113 Teilnehmerinnen und Teilnehmern kamen in die Bewertung, zehn Arbeiten mehr als im vergangenen Jahr. Zur Preisverleihung 2017 in Karlsruhe hieß der Bildungsreferent der badischen Landeskirche, Oberkirchenrat Christoph Schneider-Harpprecht, im Namen der evangelischen und katholischen Kirchen sowie für den erkrankten Karlsruher Schulpräsident Vittorio Lazaridis die Festgäste, vor allem die Schülerinnen und Schüler sowie deren religionspädagogische Lehrkräfte, willkommen. Ordinariatsrätin Susanne Orth vom Erzbistum Freiburg führte in den Wettbewerb ein.

Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh verwies auf die „enge Beziehung zwischen Christentum und Kultur in Deutschland in den vergangenen 2000 Jahren“. 500 Jahre Reformation seien nun für die evangelische und die katholische Kirche Anlass gewesen, dieses Thema in den Mittelpunkt zu stellen. Doch „Christentum und Kultur“ liege, wie das Thema Reformation, „nicht nur hinter uns, sondern stets auch vor uns“, so der badische Landesbischof. Er dankte den Schülerinnen und Schülern für ihre „spannenden inhaltlichen Akzente“ und Vorschläge: Die Arbeiten machten deutlich, „dass Glaube und Religion wichtig sind für das Miteinander in Kirche und Gesellschaft, aber auch für eine persönliche Freiheit, die in die Verantwortung führt und nicht mit Beliebigkeit zu verwechseln ist“. Mehrere Projekte fragten nach dem christlichen Beitrag zu weltweiter Gerechtigkeit, etwa bei der Textilproduktion in Billiglohnländern, andere setzten sich kritisch mit dem Fundamentalismus auseinander. Wieder andere machten Mut zu mehr Humor in der Kirche oder zeigten, wie wichtig die Musik für den Glauben und die christliche Gemeinschaft sei.

Den ersten Preis erhielt zum einen Stella Faber (Gymnasium Balingen) für ihre Arbeit „Wenn ihr nicht (umkehrt und) werdet wie die Kinder... - Nachfolge 2.0“. Darin reflektiere Stella Faber „in überzeugender Weise die Frage, warum die Weitergabe des Glaubens und die persönliche Bindung an Ortsgemeinden bei Kindern durchaus auch heute noch glückt, aber bei Jugendlichen keine altersgemäße Fortsetzung findet“, erläuterte der Direktor des Religionspädagogischen Instituts der Evangelischen Landeskirche in Baden, Uwe Hauser. Faber beantworte die Frage in ihrer „sprachlich und formal herausragenden Arbeit“ mit der These, alle Generationen einer Gemeinde hätten deshalb von Kindern und Jugendlichen zu lernen, und ergänze dies durch einen praktischen Teil mit vielen eigenen liturgischen und religionspädagogischen Vorschlägen für Gottesdienste.

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