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     30.01.2018

Mehr "ökumenischer" Religionsunterricht

Tafel mit der Aufschrift Religion In ihren Studienangeboten wollen die theologischen Fakultäten Deutschlands besser auf einen gemeinsamen Religionsunterricht von evangelischen und katholischen Schülern vorbereiten, sagte der Vorsitzende des Fakultätentages anlässlich des Katholisch-Theologischen Fakultätentages in Wittenberg. "Der konfessionell-kooperative Unterricht wird mittelfristig bundesweit die Regel sein, und darauf müssen angehende Religionslehrer angemessen vorbereitet werden."

"Angesichts immer geringerer Christenzahlen, nicht nur in Ostdeutschland, werden in den nächsten Jahren immer mehr Diözesen konfessionell-kooperative Unterrichtsmodelle umsetzen", erklärte Schmiedl. Vereinzelt gebe es an den Hochschulen dazu auch bereits gemeinsame Lehrveranstaltungen mit evangelischen Fakultäten. "Das Ganze sollte jedoch eine verbindliche Struktur und einen festen Platz im Studienprogramm erhalten", so der Kirchenhistoriker der Philosophisch-theologischen Hochschule Vallendar. Die Fakultäten der beiden Konfessionen stünden mit ihren Überlegungen dazu jedoch erst am Anfang.

In Berlin unterzeichneten im vergangenen Oktober der evangelische Bischof Markus Dröge und der katholische Erzbischof Heiner Koch ein Abkommen zum konfessionell-kooperativen Religionsunterricht in Berlin und Brandenburg. Auch in Nordrhein-Westfalen haben die evangelischen Landeskirchen und die katholischen Diözesen Aachen, Essen, Münster und Paderborn vereinbart, wegen der rückläufigen Zahl von christlichen Schülern ab dem Schuljahr 2018/19 gemeinsam Religionsunterricht anzubieten. Ein regelmäßiger Wechsel zwischen katholischen und evangelischen Fachlehrern soll dabei gewährleisten, dass die Schüler beide konfessionellen Perspektiven kennenlernen. Die Erzdiözese Köln steht dem Modell kritisch gegenüber und beteiligte sich nicht. In Baden-Württemberg gibt es die Möglichkeit eines konfessionell-kooperativen Religionsunterrichts schon länger.

Quelle: Pressemitteilung kathpress


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