Kultur der Digitalität im Religionsunterricht
Künstliche Intelligenz im Religionsunterricht
Angebote und Materialien des RPI Karlsruhe
Das RPI Karlsruhe möchte mit seinen Fortbildungen gezielt Zeit für den Austausch und das gemeinsame praktische Erproben neuer Unterrichtsmodelle bieten.- Folgende Workshops richten sich an Schuldekanate und einzelne Fachschaften:
- Kreativer und reflektierter Einsatz von Text-KI
- Religionsunterricht trifft Bild-KI: Gestaltungs- und Einsatzmöglichkeiten
- Zeitgemäße Prüfungsformen: KI als Prüfungs- und Feedbackinstrument
- Film ab! Biblische Erzählungen kreativ in Szene setzen
Begleitend zu den Workshops hat Olav Richter (RPI) diese digitale Pinnwand eingerichtet: taskcards.app
Dort finden Sie ausgewählte Tools und weiterführende Beiträge.
Ein Thesenpapier, das Olav Richter im Januar für eine gemeinsame Tagung des PTZ Stuttgart und des RPI Baden verfasst hat, bietet er einen Einstieg in die Thematik und wirft Schlaglichter auf zentrale Fragestellungen.
Das Thesenpapier als pdf-Datei.

KI im Religionsunterricht
Werkzeug, Thema und Herausforderung
In einer zunehmend digitalisierten Welt, in der Technologie unser tägliches Leben durchdringt, stellt sich die Frage, wie wir Künstliche Intelligenz (KI) nutzen können, um den Religionsunterricht zu bereichern.
Während Kritiker fordern, KI aus dem Unterricht bestmöglich zu verbannen, weil die Integration von KI den Religionsunterricht beeinträchtigen könnte, finden Sie auf bru-wue.de eine Liste von KI-Assistenten als Online-Tools mit Tipps zu deren Verwendung.
Online-Tools für den Religionsunterricht auf bru-wue.de
Kultur der Digitalität für den Religionsunterricht nutzbar machen
David Wakefield im Interview zum Religionsunterricht mit digitalen Mitteln
"Grundsätzlich geht es nicht darum, den bisherigen analogen Religionsunterricht zu digitalisieren. Das Digitale an sich ist nicht per se
besser oder schlechter. Vielmehr geht es um die Frage, welche Möglichkeiten durch Digitalisierung neu entstehen. In einer Kultur der Digitalität ändern sich der
Unterricht und die Art der Vorbereitung und der Nachbereitung..."mehr
rpi-Info: Digitales Lernen
Eine Positionsbestimmung des RPI der EKKW und der EKHN zu Religionsunterricht und Konfirmandenarbeit
Der Distanzunterricht während der Pandemiezeit war eine reine Notlösung. Zielbild ist ein präsentischer Unterricht, der durch digitale Elemente
erweitert wird. Somit bleibt für religiöse Bildung auch zukünftig die unmittelbare Begegnung unaufgebbare Grundierung, die zusätzlichen
Möglichkeiten digitalen Lernens werden religiöse Lernprozesse aber bereichern und verändern. Eine Alternative zu diesem hybriden Modell gibt es
nicht. Wenn Schule die Kinder und Jugendlichen zu einem Leben in einer zunehmend digital geprägten Lebenswelt befähigen will, kann sie
Digitalität nicht nur zum Thema haben, sondern muss verstärkt auch digitale Lernprozesse entwickeln und umsetzen... (aus dem Vorwort)
rpi-Info: Digitales Lernen als pdf-Datei
Digitale Medien im Unterricht: Qualität vor Quantität
Einsatz von Tablets kann die Lernbereitschaft steigern – wenn ihre Potenziale ausgeschöpft werden
Ob Schülerinnen und Schüler vom Einsatz von Technologie im Unterricht profitieren, hängt weniger davon ab, wie intensiv digitale Medien eingesetzt werden als vielmehr davon, wie sie genutzt werden. Wenn ihr Einsatz zum Nachdenken anregt oder beispielsweise dazu, Ergebnisse zu diskutieren, haben sie durchaus das Potenzial, die Lernbereitschaft der Schülerinnen und Schüler positiv zu beeinflussen. Das konnten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung an der Universität Tübingen und vom Leibniz-Institut für Wissensmedien in einer Studie zeigen...
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Evangelischer Religionsunterricht in der digitalen Welt
Die voranschreitende Digitalisierung verändert nachhaltig auch das Lehren und Lernen an den Schulen in Deutschland. Der evangelische Religionsunterricht bietet einen Raum, sich mit den existenziellen Grund- und Zukunftsfragen zu beschäftigen, die mit den Digitalisierungsprozessen einhergehen. Er leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Bildung in der digitalen Welt und zu den dafür notwendigen Kompetenzen. Unter dem Titel „Evangelischer Religionsunterricht in der digitalen Welt“ hat die EKD jetzt einen Orientierungsrahmen veröffentlicht, der Lehrkräfte und Verantwortliche für Schule und Religionsunterricht dazu ermutigt, digitale Formen des Lehrens und Lernens sinnvoll einzusetzen sowie kreativ und kritisch zu einer humanen Kultur der Digitalität beizutragen. mehr
EKD-Denkschrift „Freiheit digital“
#EKDigital - religionspädagogisches Material
Die EKD-Denkschrift „Freiheit digital“ (siehe nächsten Beitrag) möchte Orientierung im Digitalen bieten. Auf der Webseite #EKDigital findet sich jetzt auch religionspädagogisches Material zur Arbeit in Schulen und Kirchengemeinden. Neben dem Material für die Konfirmanden- und Jugendarbeit gibt es unterschiedliche Unterrichtsentwürfe zur Arbeit in SEK I und II.
#EKD digital - Religionspädagogisches Material
„Freiheit digital“
Die Zehn Gebote in Zeiten des digitalen Wandels
Die Digitalisierung hat nahezu alle Lebensbereiche durchdrungen. Durch die Corona-Pandemie wird diese Entwicklung noch einmal verstärkt. Grundfragen des Lebens stellen sich angesichts dieses epochalen Übergangs neu: In welcher Welt wollen wir leben? Wie gehen wir miteinander um? Wie übernehmen wir Verantwortung für die Umwelt, für die Arbeit 4.0? Wie verändert sich die demokratische Meinungsbildung oder der Umgang mit Sexualität? Mit der Denkschrift „Freiheit digital. Die Zehn Gebote in Zeiten des digitalen Wandels“ will die EKD in diesen Fragen ethische Orientierung geben.... mehr
Didaktische Orientierungshilfen für digitale Arrangements im Religionsunterricht
Joachim Happel, evang. Pfarrer, Informatiker und Experte für neue Lerntechnologien, stellt auf rpi-virtuell "sechs didaktische Abwägungen zu einem RU in digitalen Lernarrangements zur Diskussion":
Beziehungsarbeit vor Technisierung
Beim Lernen im digitalen Raum geht es nicht nur vorrangig um Tools und Apps, sondern zuallererst um Beziehungsarbeit mit Schülerinnen und Schülern.
Leichter Zugang vor komplexen Anwendungen
Da die Rahmenbedingungen verschieden sind, empfiehlt es sich, Anwendungen zu bevorzugen, die möglichst einfach und unter allen technischen Bedingungen funktionieren.
Vertrauen und Freiheit vor Kontrolle und Strukturvorgaben
Lernen über das Netz ermöglicht den Lernenden Orte, Zeiten und Intensität ihrer Lernaktivitäten selbst zu wählen ohne dass dies ständig überwacht wird.
Selbstbestimmte Lernzeiten vor Synchronlernen
Synchrone Lern- und Lehraktivitäten implizieren oftmals einen gleichartigen Lernfortschritt. Zeitversetzte Kommunikationstechniken hingegen über Foren, Messenger und Lernplattformen ermöglichen mehr Selbstregulierung.
Adaptive Projektarbeiten vor punktuellen Leistungsnachweisen
Zum „Religion-lernen“ gehören produktive, kreative Aktivitäten, bei denen Lernende ihre Beobachtungen, Fragen und Deutungen in Worte, Bilder und Handlungen umsetzen und diese präsentieren und erklären können.
Peer-Feedback vor Lehrerfeedback
Für einen erfolgreichen Lernprozess brauchen Lernende Feedback. Feedback hilft, Selbstvertrauen und Selbstkompetenz zu stärken, das eigene Können besser einzuschätzen, Fehlkonzepte zu erkennen und zu korrigieren und neue Handlungsoptionen zu finden. Im Peer-Feedback stellen Peers gegenseitig ihre (Teil-)Ergebnisse und –Produkte vor und lernen sich als „Experten“ wahrzunehmen.
den kompletten Artikel mit zahlreichen Praxistipps finden Sie hier bei rpi-virtuell
Digitalisierung für Anfänger*innen.
Hilfreiche Webseiten für die Digitalität im Religionsunterricht
Der Beitrag von Andrea Lehr-Rütsche im entwurf, 3/2020 steht als Open Access Dokument beim Comenius-Institut zum Download zur Verfügung:comenius.de/.../Lehr-Ruetsche-Digitalisierung-fuer-Anfaenger_innen.pdf
#relichat - informelles Lernen mit Twitter
Dissertation Karl Peböck
Der #relichat ist der wöchentlich stattfindende Twitter-Chat zur Religionspädagogik. In einer einstündigen, durch Fragen strukturierten Diskussion werden religionspädagogische Themen auf der Plattform Twitter unter Verwendung des Hashtags #relichat öffentlich diskutiert. Von 2017 bis jetzt (Oktober 20) fanden über 90 #relichats statt, an denen sich etwa 220 Personen aus dem deutschsprachigen Raum aktiv beteiligt haben.Die vorliegende Dissertation untersucht das Projekt #relichat hermeneutisch und evaluiert die Erfahrungen der Teilnehmer*innen am #relichat als informelles Fortbildungsformat.
Als Ergebnis lässt sich zusammenfassen:
Lernen in und mit dem #relichat ist konstruktivistisches, informelles, selbstorganisiertes und selbstverantwortliches Lernen. Es kann als Fortbildung bezeichnet werden, insofern es eine Weiterentwicklung der eigenen religionspädagogischen Praxis bewirken kann. Eine besondere Rolle spielen die sozialen Beziehungen in der Community of Practice. Das Medium Twitter gibt die Rahmenbedingungen der Kommunikation vor.
Aufgrund der Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt #relichat ist davon auszugehen, dass es in Zukunft verstärkt Formen des informellen Lernens in Communities of Practice geben wird, die sich die Möglichkeiten sozialer Kommunikation in digitalen Medien zunutze machen werden. Das gilt für lebenslanges Lernen grundsätzlich, aber auch für Pädagog*innenfortbildung. Vernetzung wird als Ressource für Weiterbildung noch bedeutsamer werden.
Es werden in Zukunft Dialog und Kommunikation vermehrt in der Öffentlichkeit stattfinden, hierarchische Strukturen werden dadurch ihre gesellschaftliche Legitimation zunehmend verlieren.
weitere Infos | die Dissertation als pdf-Datei | weitere Infos zu #relichat
Einen guten Überblick zu seinem Forschungsvorhaben gibt Karl Peböck in diesem youtube-Video: https://youtu.be/klhekTaffFk
Bildung und Digitalisierung – zwischen Hype und Kritik
Dr. Peter Schreiner: Referat beim 5. Digitalen Forum Stuttgart
Der Titel des Vortrages weist auf eine Spannung hin, die in der Diskussion um Bildung
und Digitalisierung, oder präziser formuliert bei „Bildung in der digitalen Welt“ (KMK),
erkennbar wird.
Das Verhältnis zwischen Bildung und Digitalisierung wird im Titel als „zwischen Hype und
Kritik“ charakterisiert, manche würden vielleicht auch formulieren wollen: zwischen Aufbruch
und Angst. Obwohl vier von fünf Deutschen überwiegend positive Einflüsse durch die
Digitalisierung auf die Wirtschaft erwarten, reagieren sie insgesamt abwägend und
zurückhaltend auf die technologische Entwicklung (Technik-Radar des Zentrums für
interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung). Nur 54% der Befragten sehen den
gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung in Deutschland optimistisch entgegen (in
Europa insgesamt fast 2/3).
Wenn wir den Megatrend Digitalisierung, oder die Kultur der Digitalität (Felix Stalder) ernst
nehmen, wenn die Gesellschaft durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz geprägt wird,
wenn sich Prozesse der Digitalisierung durch alle Bereiche der Gesellschaft und Wirtschaft
ziehen und auch die Kommunikation und das Miteinander der Menschen prägen, dann
betrifft das auch den Bildungsbereich in zentraler Weise.
Digitalisierung darf in diesem Zusammenhang nicht nur als ein technisches bzw.
informatorisches Phänomen gesehen werden, sondern muss auch als soziales Phänomen
verstanden werden. Medien stehen immer in einem sozialen Gebrauch, d.h. sie dienen der
Kommunikation zwischen Menschen sowie zwischen Menschen und Computern.
der komplette Vortrag als Open Access Dokument (pdf-Datei) bei comenius.de
„Digitale Räume für den RU erschließen“
Als Pfarrer und Leiter des virtuellen religionspädagogischen Instituts – kurz rpi-virtuell – am Comenius Institut beschäftigt sich Joachim Happel schon lange mit dem Thema Religiosität in der digitalen Welt. Wie sich der Religionsunterricht und vielleicht auch der Glaube verändern werden, schildert er im Interview mit Lena Ohm auf evangelisch.de:
Wie passen der Religionsunterricht und die Religiosität in die digitale Welt?
Happel: Der Religionsunterricht muss auf jeden Fall mit dabei sein. Es gibt gar keine andere Möglichkeit, denn Wissen bildet sich ja längst nicht mehr nur in der Schule und auch Religion hat sich nie nur in der Schule gebildet. Junge Menschen entwickeln sich über die Konnektivität mit ihrer sozialen Herkunft, ihren sozialen und auch ihren digitalen Peergroups. Und Religiosität entwickelt sich ganz genauso. Es kann eigentlich gar nicht anders sein, als dass meine Religiosität mitgeprägt ist von dem, was im Netz ist. Das Gleiche gilt zum Beispiel auch für meinen Musikgeschmack, mein politisches Engagement und so weiter.
In der Digitalität komme ich nochmal mehr in Filterblasen rein als im analogen Leben, weil ich mich für bestimmte Themen interessiere. Und dort bekomme ich vielleicht auch nur aus bestimmten Bereichen Antworten. Deswegen ist der Religionsunterricht die Möglichkeit, das immer wieder auch aufzubrechen. Religionsunterricht könnte vor allem Orientierung bieten und zusätzliche Quellen verschaffen, über die ich meine religiöse Einstellung auch nochmal überprüfen und nach neuen Wegen suchen kann.
Das komplette Interview finden Sie auf ekd.de
Online-Tools für den Unterricht
Es gibt eine große Fülle an Tools die auch im RU gut zum Einsatz kommen können – sowohl in der Unterrichtsvorbereitung wie auch im Unterrichtsgeschehen selbst, aber auch in den Lernphasen der Schüler und Schülerinnen zwischen den Unterrichtsstunden. Stefan Hartelt hat eine Liste der Tools - mit konkreten Tipps und Beispielen - zusammengestellt, die er für den Einsatz im RU empfiehlt.
Die vorgestellten Tools könnten zum einen von Lehrerinnen und Lehrern für die Unterrichtsvorbereitung und -praxis, zum anderen von Schülerinnen und Schüler für die Erarbeitung, Visualisierung und Präsentation von Themen genutzt werden. Alle Tools sind in ihrer Basis-Funktion kostenlos.
Online-Tools für den Unterricht auf bru-uno.de
Religionsunterricht digital? Total genial!
Tipps, Tricks und Hilfen für das Gestalten von digitalem Unterricht
Über die Digitalisierung in Schulen wird viel diskutiert. Einfach ausprobieren und machen ist dagegen Friederike Wenischs Ansatz. Die Religions- und Deutschlehrerin vom Gymnasium Altona in Hamburg verbindet in ihrem Unterricht schon lange analoge und digitale Techniken, um spielerisch den Lernstoff zu vermitteln. Transparenz, Sicherheit, Spaß und Individualisierbarkeit sind für sie die klaren Vorteile dieser Arbeit.
der komplette Artikel auf evangelisch.de/.../digitales-arbeiten-mit-religioesen-inhalten-friederike-wenisch-religionsunterricht
