erste kooperative Konferenz aller wissenschaftlichen Religionspädagogiken
(kurze Zusammenfassung des Artikels: "Wie junge Menschen heute Religion und Glauben leben" auf DOMRADIO.DE)
Religion spielt für viele junge Menschen weiterhin eine Rolle, allerdings oft außerhalb traditioneller kirchlicher Bindungen. Darauf machte eine Tagung von Religionspädagoginnen und Religionspädagogen verschiedener Konfessionen sowie des Judentums und Islams in Bonn aufmerksam.
Religiöse Orientierung entsteht heute in unterschiedlichen Lebenswelten: in Familie, Schule, Freundeskreis und zunehmend auch in digitalen Medien. Junge Menschen verbinden dabei verschiedene Einflüsse miteinander und suchen in einer komplexen Welt nach Sinn, Orientierung und Gemeinschaft.
Besondere Bedeutung kommt sozialen Netzwerken und digitalen Angeboten zu. Sie prägen zunehmend Fragen von Identität, Lebensdeutung und Glauben. Für Religionsunterricht und kirchliche Bildungsarbeit ergibt sich daraus die Aufgabe, die Lebenswirklichkeit junger Menschen stärker aufzugreifen und neue Formen religiöser Sozialisation wahrzunehmen.
"Der Einfluss von Familie und Gemeinden sinkt weiter, nichtformale Orte wie Medien werden wichtiger. Das wiederum lässt dem Religionsunterricht zusätzliche Bedeutung als Orientierungshilfe im religiösen Feld zukommen." (Ulrich Kropač - einer der Organisatoren der Tagung)