Fachverband evang. Religionslehrerinnen und Religionslehrer in Baden e.V.Aktuelles rund um den Religions­unterricht

Schülerin schreibt RELIGION an eine Tafel
aktualisiert am 12.08.2026

Neues Fach "Christliche Religion" in Niedersachsen

Erstmals einheitlicher Religionsunterricht in evangelischer und katholischer Verantwortung


Theologen: Kritik an neuem Religionsunterricht kommt von rechts


Christliche Religion als neues Schulfach – Eine Lehrerin berichtet


Interview auf OS|Radio "Was ändert sich mit dem neuen CRU?"

Wie verschedene Medien berichten, führt Niedersachsen ab dem Schuljahr 2026/2027 schrittweise das neue Unterrichtsfach „Christliche Religion“ ein. Damit verantworten erstmals evangelische Kirchen und katholische Bistümer gemeinsam ein einheitliches Religionsfach an den allgemeinbildenden Schulen des Landes. Das neue Fach ersetzt die bislang getrennten Fächer Evangelische und Katholische Religion und setzt bundesweit ein Zeichen für einen zeitgemäßen, ökumenisch getragenen Religionsunterricht in einer pluralen Gesellschaft.
Der Unterricht bleibt bekenntnisgebunden gemäß Art. 7 Abs. 3 GG, orientiert sich jedoch stärker an den Lebensfragen junger Menschen sowie an religiöser und weltanschaulicher Vielfalt. Grundlage bilden biblische Texte, christliche Traditionen und Werte wie Verantwortung, Nächstenliebe und Menschenwürde.
Die neuen Kerncurricula für Primarstufe und Sekundarbereich I betonen Dialogfähigkeit, Perspektivwechsel und demokratische Bildung. Themen wie Freiheit, Sinnsuche, Gerechtigkeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt werden aus christlicher Perspektive aufgegriffen und mit anderen religiösen und weltanschaulichen Sichtweisen verknüpft.
Begleitet wird die Einführung durch Fortbildungen, Materialien und digitale Angebote. Land und Kirchen richten zudem gemeinsame Strukturen wie einen Fachbeirat mit Vertreterinnen und Vertretern weiterer christlicher Konfessionen und eine zentrale Ansprechstelle ein, um den neuen Religionsunterricht nachhaltig zu unterstützen.
(KI-Zusammenfassung diverser Artkel zum Thema)

Kritik an neuem Religionsunterricht kommt von rechts

Vier Theologen weisen darauf hin, dass die laut gewordene Kritik am geplanten Christlichen Religionsunterricht in Niedersachsen keine religionspädagogischen Sachanliegen als Motiv habe. "Vielmehr scheint die Themenbearbeitung an ein Agenda-Setting der politischen Rechten angelehnt, wenn zum Beispiel der Islam auf 'Scharia' zugespitzt wird", schreiben Ariane Dihle, Dominik Gautier, Jan-Hendrik Herbst und Andreas Kubik in einem Beitrag für das Portal "Feinschwarz". Die Kritik an dem neuen Modell hatte sich daran entzündet, dass es zu wenig um Jesus und zu viel um etwa Klimaschutz und den Islam gehe. Die "Bild" hatte getitelt: "Grünen-Ministerin will Unterricht verändern: Weniger Jesus, dafür mehr Scharia und Klima in Religion". Medien der politischen Rechten hätten den Artikel "weiterverbreitet und zugespitzt".
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Christliche Religion – Eine Lehrerin berichtet

Katharina Barthold-Knegendorf wischt über ihr Tablet. Auf dem Bildschirm ist der neue Lehrplan für das Fach "Christliche Religion" geöffnet. Seit Wochen beschäftigt sich die katholische Religionslehrerin am Scharnhorstgymnasium in Hildesheim mit dem neuen Unterrichtsfach, das in Niedersachsen nach den Sommerferien schrittweise den bisherigen evangelischen und katholischen Religionsunterricht ablösen soll. "Über die Einführung habe ich mich gefreut, weil ich glaube, dass das der richtige Schritt ist", sagt sie. An ihrer Schule wird bereits seit Jahren konfessionell-kooperativer Religionsunterricht erteilt. Die Erfahrungen seien durchweg positiv, so die 35-Jährige...
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Was ändert sich mit dem neuen CRU?

In einem Interview auf OS|Radio "Was ändert sich mit dem neuen CRU?", das während einer VkR-Tagung geführt wurde, äußert sich ein Religionslehrer aus Niedersachsen zu den Veränderungen und Herausforderungen des neuen Fachs. Er betont die Chancen für eine vertiefte ökumenische Zusammenarbeit und die Bedeutung der Einbindung von Schülerperspektiven in den Unterricht.
Das Interview ist auf der Website von OS|Radio abrufbar.

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