Fachverband evang. Religionslehrerinnen und Religionslehrer in Baden e.V.Aktuelles rund um den Religions­unterricht

Schülerin schreibt RELIGION an eine Tafel
05.07.2026

Neues Fach "Christliche Religion" in Niedersachsen

Erstmals einheitlicher Religionsunterricht in evangelischer und katholischer Verantwortung


Interview auf OS|Radio "Was ändert sich mit dem neuen CRU?"

Wie verschedene Medien berichten, führt Niedersachsen ab dem Schuljahr 2026/2027 schrittweise das neue Unterrichtsfach „Christliche Religion“ ein. Damit verantworten erstmals evangelische Kirchen und katholische Bistümer gemeinsam ein einheitliches Religionsfach an den allgemeinbildenden Schulen des Landes. Das neue Fach ersetzt die bislang getrennten Fächer Evangelische und Katholische Religion und setzt bundesweit ein Zeichen für einen zeitgemäßen, ökumenisch getragenen Religionsunterricht in einer pluralen Gesellschaft.
Der Unterricht bleibt bekenntnisgebunden gemäß Art. 7 Abs. 3 GG, orientiert sich jedoch stärker an den Lebensfragen junger Menschen sowie an religiöser und weltanschaulicher Vielfalt. Grundlage bilden biblische Texte, christliche Traditionen und Werte wie Verantwortung, Nächstenliebe und Menschenwürde.
Die neuen Kerncurricula für Primarstufe und Sekundarbereich I betonen Dialogfähigkeit, Perspektivwechsel und demokratische Bildung. Themen wie Freiheit, Sinnsuche, Gerechtigkeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt werden aus christlicher Perspektive aufgegriffen und mit anderen religiösen und weltanschaulichen Sichtweisen verknüpft.

Begleitet wird die Einführung durch Fortbildungen, Materialien und digitale Angebote. Land und Kirchen richten zudem gemeinsame Strukturen wie einen Fachbeirat mit Vertreterinnen und Vertretern weiterer christlicher Konfessionen und eine zentrale Ansprechstelle ein, um den neuen Religionsunterricht nachhaltig zu unterstützen.

(KI-Zusammenfassung diverser Artkel zum Thema)

In einem Interview auf OS|Radio "Was ändert sich mit dem neuen CRU?", das während einer VkR-Tagung geführt wurde, äußert sich ein Religionslehrer aus Niedersachsen zu den Veränderungen und Herausforderungen des neuen Fachs. Er betont die Chancen für eine vertiefte ökumenische Zusammenarbeit und die Bedeutung der Einbindung von Schülerperspektiven in den Unterricht.
Das Interview ist auf der Website von OS|Radio abrufbar.

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