Zur Zukunft des Religionsunterrichts

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Die veränderten Rahmenbedingungen für den RU sind für alle Beteiligten unübersehbar. Die Zahl der religiös oder konfessionell nicht Gebundenen nimmt deutlich zu. Eine konfessionelle oder religiöse Homogenität von Klassen ist in unseren Schulen nur noch eine Seltenheit. Der islamische RU wird auch in Baden-Württemberg zur Regel. Der Ethik-Unterricht kann das Problem religiöser und kultureller Vielfalt und die Herausforderungen der religiös-kulturellen Integration nicht leisten. Der badische Fachverband sieht es daher als seine Aufgabe an, Anregungen und Impulse zum Nachdenken zu geben. Dazu gehört es, sich umzusehen, wo an Lösungen gearbeitet und neue Ideen erprobt werden.

Texte und Meldungen zur Frage der Zukunft des Religionsunterrichts


Religiöse Bildung hat Zukunft

RUDer konfessionell gebundene Religionsunterricht ist in einer pluralen Gesellschaft unverzichtbar, sagt Landeskirchenrat Eckhard Langner, Dezernent für Schulische Bildung der Evangelischen Kirche im Rheinland. "Ich bin davon überzeugt, dass er eine gute Zukunft hat. In einer Gesellschaft, die von religiöser und weltanschaulicher Pluralität geprägt ist, markiert er einen unverzichtbaren Bereich allgemeiner und individueller Bildungsarbeit in der Schule."
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"Wie bekenntnisorientiert soll der Religionsunterricht sein?"

Bekenntnis im RUEin überwiegend konfessionell getrennter Religionsunterricht gerät zunehmend in legitimatorische und schulpraktische Schwierigkeiten. Beispielsweise aufgrund der Pluralisierung, zunehmender Konfessionslosigkeit und Traditionsabbrüchen.
Die württembergische Landeskirche hat 21 Postkartenmotive veröffentlicht, die unterschiedlichste Ansätze zu einer Bekenntnisorientierung im Religionsunterricht visualisieren. Sie bieten Anregungen zu Diskussionen in der Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie in Schulen und Gemeinden.
Alle 21 Motive und eine Bestellmöglichkeit finden Sie unter www.kirche-und-religionsunterricht.de...materialhinweise... / Quelle: www.kirche-und-religionsunterricht.de


Staatskirchenrechtler Heinig kritisiert Religionsunterricht

Nach Ansicht von Staatskirchenrechtler Hans Michael Heinig hat sich der Religionsunterricht in der Praxis immer weiter "vom ursprünglichen verfassungsrechtlichen Idealzustand" entfernt. Er fordert in einem Gastbeitrag der "Zeit"-Beilage "Christ & Welt" eine Rückkehr zu mehr religiöser Bildung. Im Ergebnis sei Religionsunterricht "heutzutage zu weiten Teilen von Lehrern begleitete individuelle Sinnsuche" der Schüler, das Aufspüren "impliziter religiöser Erfahrungen im Alltag der Heranwachsenden" oder schlicht die "Kummer- und Kümmerstunde" im hektischen Schulalltag, schreibt der 46-Jährige. Er solle dann auch noch den Schulfrieden sicherstellen.      der komplette Artikel bei domradio.de


EKD veröffentlicht Standards zum konfessionell-kooperativen RU

Religionsunterricht„Maßgeblich sollte insgesamt das Anliegen sein, durch konfessionelle Kooperation ein verbessertes Lernangebot zu schaffen, bei dem Gemeinsamkeiten zwischen den Konfessionen gestärkt und der Umgang mit bleibenden Unterschieden eingeübt werden kann“, stellt der Vorsitzende des Rates der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, im Vorwort des Textes fest und fährt fort: „Noch ist der Ausbau des konfessionell-kooperativen Religionsunterrichts in der Praxis weitgehend unzureichend – mit allen Konsequenzen für die Akzeptanz des christlichen Religionsunterrichts. Auch wenn die Voraussetzungen für einen solchen Unterricht in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich sind, sollten sich die christlichen Kirchen im Blick auf den Religionsunterricht überall zu offiziell geregelten Formen der Zusammenarbeit verpflichten.“      mehr


Mehr "ökumenischer" Religionsunterricht

Tafel mit der Aufschrift Religion In ihren Studienangeboten wollen die theologischen Fakultäten Deutschlands besser auf einen gemeinsamen Religionsunterricht von evangelischen und katholischen Schülern vorbereiten, sagte der Vorsitzende des Fakultätentages anlässlich des Katholisch-Theologischen Fakultätentages in Wittenberg. "Der konfessionell-kooperative Unterricht wird mittelfristig bundesweit die Regel sein, und darauf müssen angehende Religionslehrer angemessen vorbereitet werden."         mehr


Religionsunterricht der Zukunft

Religiös-weltanschauliche Bildung in einer pluralistischen Gesellschaft

S. HerrmannDer Religionsunterricht an den Schulen wird vielfach auf den Prüfstand gestellt und öffentlich diskutiert. Macht Religionsunterricht, zumal in seiner konfessionellen Ausprägung, angesichts eines religiösen und weltanschaulichen Pluralismus noch Sinn – oder erst Recht?
„Religionsunterricht der Zukunft. Religiös-weltanschauliche Bildung in einer pluralistischen Gesellschaft“ lautete deshalb der hochaktuelle Titel der Mitgliederversammlung 2017 des Fachverbands der evangelischen Religionslehrerinnen und –lehrer in Baden. Referent Stefan Hermann, Direktor des Pädagogisch-theologischen Instituts der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, der sich wissenschaftlich eingehend mit der Thematik beschäftigt, kommt zu dem Ergebnis: Konfessioneller Religionsunterricht ist gerade in einer religiös-weltanschaulich pluralen Gesellschaft dringend notwendig... mehr


Fremde Religionen unterrichten – viele Fragen

S. Bahret„Es ist egal, ob jemand den Koran liest oder die Bibel!“ Soweit sind sich fast alle Schülerinnen und Schüler meiner Eingangsklasse im beruflichen Gymnasium einig. Mit „egal“ meinen sie Toleranz.
Wie können wir im RU über andere Religionen reden? Wenn es nicht egal ist, in welchem Buch jemand liest, was ist es dann? Und ist es bereits intolerant, wenn ich mein Befremden über Reinkarnation zum Ausdruck bringe? Immer wieder finden Schülerinnen und Schüler Karma viel gerechter, als die Aussicht auf Himmel und Hölle. Aber wer hat denn von Himmel und Hölle gesprochen, hatte ich mich nicht vor einiger Zeit bemüht, die reformatorische Erkenntnis Luthers von der Gnade Gottes zu erklären. Vielleicht lässt sich diese Erkenntnis aber gar nicht erklären, weil sie im eigenen Leben vieler Schülerinnen und Schüler nicht  vorkommt. Die Not Luthers, einen gnädigen Gott zu suchen, kennen wir heute doch – Gott sein Dank! – gar nicht mehr.
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Weiterentwicklung des Religionsunterrichts für alle

Hamburger Modell: Der Religionsunterricht für alle: Im Unterschied zu den anderen Bundesländern, wo Religionsunterricht nach Konfessionen und Religionen getrennt erteilt wird, besuchen in Hamburg alle Schülerinnen und Schüler einer Klasse den Religionsunterricht. Natürlich besteht auch in Hamburg die Möglichkeit, sich vom Religionsunterricht abzumelden. Diese Möglichkeit wird allerdings nur von einer kleinen Zahl von Schülerinnen und Schülern in Anspruch genommen. Die Inhalte des bisherigen „Religionsunterrichts für alle in evangelischer Verantwortung“ werden gegenwärtig noch ausschließlich von der Nordkirche verantwortet.
- weitere Infos beim PTI der Nordkirche

- Frau Wenisch analysiert in ihrem Bog auf rpi-virtuell die Notwendigkeit & Relevanz des Religionsunterrichts (für alle) für Hamburg
- "Reli für alle" - Ein Hamburger Erfolgsmodell? - ein Zwischenbericht auf NDR


Bildung: Europäische Perspektiven

Bildung
Der Religionsunterricht: Perspektiven und Probleme
Herausgegeben von Uwe Hauser und Stefan Hermann

Der Religionsunterricht in Europa befindet sich im Umbruch. Die Lehrkräfte sehen sich im Religionsunterricht einer immer größeren Anzahl von wenig, anders oder gar nicht religiös sozialisierten Jugendlichen gegenüber.
Dieser Trend gilt nicht allein für den deutschsprachigen, sondern den gesamten europäischen Raum. Gibt die Lage in Europa Anlass zur Hoffnung oder vergrößert sie die Sorge um die Zukunft des Religionsunterrichts?
Die Beiträge bieten einen Blick über die Grenzen und entwerfen ein weitaus differenzierteres und bunteres Bild, als wir es gemeinhin kennen.
Bestellmöglichkeit unter Buchtipps


Mehr Ökumene im Klassenzimmer

schuelerDas fast schon ökumenisch gefeierte Reformationsjahr hat Katholiken und Protestanten auch auf der Schulbank näher zusammenrücken lassen. In Nordrhein-Westfalen, Berlin und Brandenburg haben Bistümer und evangelische Landeskirchen in den vergangenen Monaten eine Kooperation im Religionsunterricht beschlossen. Einige Bistümer in Deutschland bieten konfessionell-kooperativen Religionsunterricht bereits an, andere setzen aktuell ein Konzept um. Katholisch.de zeigt auf, was dafür spricht und was dagegen...     mehr auf katholisch.de


Konfessionell-kooperativer Religionsunterricht in NRW ab 2018 möglich

RUVetreter der Evangelischen Kirche im Rheinland, der Evangelischen Kirche von Westfalen, der Lippischen Landeskirche, sowie des Bistums Münster, des Bistums Essen, des Erzbistums Paderborn und des Bistums Aachen haben Vereinbarungen zum konfessionell-kooperativen Religionsunterricht ab dem Schuljahr 2018/19 unterzeichnet. Das nordrhein-westfälische Ministerium für Schule und Bildung in Düsseldorf und die Bezirksregierungen begrüßen die Initiative der Kirchen.      mehr auf ekir.de


Kirchen wollen bei Religionsunterricht enger zusammenarbeiten

Weniger Taufen bedeuten auch für den Religionsunterricht weniger Kinder. Die Kirchen wollen aus der Not eine Tugend machen und im gemeinsamen Schulunterricht der religiösen Bildung neue Impulse geben. Vorbilder gibt es bereits. Für die kommenden Jahre zeichnet sich ein einschneidender Wandel ab, wie junge Schülerinnen und Schüler künftig Religion und Glauben kennenlernen werden. Die Zeichen stehen auf grün für eine engere Zusammenarbeit von katholischer und evangelischer Kirche.
    der ausführliche Artikel auf domradio.de


Baden-Württemberg: Religionsunterricht ökumenisch aber getrennt

Katholische und evangelische Religionslehrer wechseln sich von Jahr zu Jahr ab. Dieses Modell testen Schulen in Baden-Württemberg. Ist das der Religionsunterricht der Zukunft? Ein Interview mit Susanne Orth (Leiterin der Bildungsabteilung im Erzbischöflichen Ordinariat in Freiburg) auf domradio.de.     zum Interview auf domradio.de


Werteunterricht statt "Reli" in Luxemburg - von allem ein bisschen

schulklasseAb dem kommenden Schuljahr wird in Luxemburg der konfessionelle Religionsunterricht abgeschafft und durch neutralen Werteunterricht ersetzt. Ein Signal für Deutschland? Ist auch hierzulande der Religionsunterricht auf dem Rückzug? domradio.de interviewte zum Thema Birgit van Elten, die Bundesvorsitzende des VKR ( Verband der katholischen Religionslehrerinnen und Religionslehrer an berufsbildenden Schulen).     das Interview auf domradio.de


Für einen zukunftsfähigen Religionsunterricht

Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken am 05./06. Mai 2017 in Berlin

ZdKFür eine Stärkung des konfessionellen Religionsunterrichts und seine Weiterentwicklung durch ökumenische Kooperation und interreligiösen Austausch setzt sich das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) in einer am 6. Mai 2017, in Berlin verabschiedeten Erklärung ein. Es unterstützt damit ausdrücklich die von der Deutschen Bischofskonferenz vorgelegten Rahmenempfehlungen für die Diözesen.     mehr unter zdk.de


Zur Zukunft des Religionsunterrichtes und der Schule im Kontext europäischer Entwicklungen

Alle zwei Jahre gibt es ein Treffen von Vertreterinnen und Vertretern der Ev. Kirche im Rheinland mit der Schulabteilung und dem Schulamt der Bezirksregierung Köln und den Vertretern der Schulämter des Bezirks. Zum Treffen am 20. April 2016 war Dr. Peter Schreiner eingeladen, zum Thema „Zur Zukunft des Religionsunterrichtes und der Schule im Kontext europäischer Entwicklungen“ zu referieren.
Text des Referates bei comenius.de (pdf-Datei)


Rilke und der Religionsunterricht

RilkeDass Rilke sich auch mit dem Religionsunterricht beschäftigt hat, ist kaum bekannt. Der Anlass ist ein Privater und hängt mit seiner damaligen Lebenssituation zusammen. Rilke hatte im April 1901 in Bremen die Künstlerin Clara Westhoff geheiratet. Am 12.12. wurde die Tochter Ruth geboren und die kleine Familie wohnte in der Künstlerkolonie Worpswede, nördlich von Bremen.
Im Frühjahr 1905 lud die Bremer „Vereinigung für Schulreform“ in einer Umfrage deutschlandweit zu Stellungnahmen ein zum Thema Religionsunterricht. Rilke antwortete rasch und schrieb im Mai/Juni eine Antwort. Gedruckt erschien dieser Brief zusammen mit weiteren Zuschriften als „Religionsunterricht? Achtzig Gutachten. Ergebnis einer von der ‚Vereinigung für Schulreform, Bremen’ veranstalteten allgemeinen deutschen Umfrage“  im Jahr 1906.      mehr


Katholische Kirche für mehr Kooperation beim Religionsunterricht

SchülerinNach einer Meldung von domradio.de empfehlen die katholischen Bischöfe eine erweiterte Kooperation zwischen evangelischem und katholischem Religionsunterricht. Gleichzeitig gehe es aber nicht darum, ein fusioniertes Fach für Schüler beider Konfessionen einzurichten.
Das erklärte der Leiter des Referates Religionspädagogik der Deutschen Bischofskonferenz, Andreas Verhülsdonk, in Münster. Er äußerte sich im Vorfeld der Tagung "Konfessionelle Kooperation - Not oder Tugend".      der komplette Artikel bei domradio.de


Kirchen in Berlin und Brandenburg kooperieren bei Religionslehre

Gemeinsam auf der Schulbank

Wie domradio.de meldet, wollen die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und das Erzbistum Berlin beim Religionsunterricht stärker zusammenarbeiten. Evangelische und katholische Lehrkräfte sollen aber getrennt unterrichten. "Diese Kooperation betrifft besonders Regionen, wo es nicht ausreichend Schülerinnen und Schüler gibt, die am Religionsunterricht interessiert sind, um eine pädagogisch funktionsfähige Klasse zusammenzustellen", erklärte der evangelische Berliner Bischof Markus Dröge.

Dröge sagte, dass in solchen Regionen weiterhin entweder evangelische oder katholische Lehrkräfte unterrichten sollten. Wenn jedoch ein evangelischer Lehrer den Religionsunterricht erteile, dann solle es auch immer Elemente oder Schülerprojekte geben, "in denen eine katholische Lehrkraft authentisch die besonderen Prägungen des katholischen Glaubens zum Ausdruck bringen kann". Dies gelte auch umgekehrt. Koch sagte dazu: "Wir wollen - zumal in diesen entkirchlichten Regionen - einen großen gemeinsamen Schatz bewahren und teilen, der uns als Kirchen von Christus her anvertraut ist." Die Kirchen wollten zeigen, dass sie in ihrer Verantwortung auf dem gemeinsamen Weg des Glaubens bleiben.
.      der komplette Artikel bei domradio.de


Religionsunterricht:

Alle Glaubensrichtungen "im selben Boot"

kathpressIn Bezug auf die Zukunft des Religionsunterrichtes müssen die Vertreter der Religionen angesichts der gesellschaftlichen Säkularisierung "erkennen, dass wir alle im selben Boot sitzen". Deswegen rät Alexander van Dellen, Religionspädagoge an der Universität Innsbruck, im Interview mit der Kooperationsredaktion österreichischer Kirchenzeitungen (Ausgaben 12. Februar) zu einem Schulterschluss. Zusammenarbeit zwischen Konfessionen und Religionen beim Religionsunterricht, und schon bei der Ausbildung von Lehrkräften wie in Innsbruck und Wien, seien "ein Gebot der Stunde". Van Dellen: "Wenn es uns gelingt zu vermitteln, welchen Beitrag Religionen für ein friedliches Zusammenleben spielen können, und wir dazu auch an unseren Schulen vermehrt kooperative Modelle religiösen Lernens umsetzen, mache ich mir keine Sorgen um den nach Konfessionen organisierten Religionsunterricht."
.      der komplette Artikel bei kathpress.at (inzwischen nur noch für Abonnenten zugänglich)


Konfessionell, kooperativ, kontextuell

– Weichenstellungen für einen zukunftsfähigen Religionsunterricht

Uni Augsburg163 Religionspädagoginnen und Religionspädagogen aus Forschung und Lehre treten mit diesem Positionspapier an die Öffentlichkeit in der Absicht, Schülerinnen und Schülern trotz der Veränderungen religiöser Zugehörigkeit die Chance auf eine zeit- und kontextgemäße religiöse Bildung zu geben. Entlang der programmatischen Leitbegriffe „konfessionell, kooperativ, kon-textuell“ legen sie prinzipielle Weichenstellungen eines zukunftsfähigen Religionsunterrichts vor und leiten daraus Selbstverpflichtungen für die wissenschaftliche Bildung der künftigen Religionslehrerinnen und -lehrer an den Hochschulen und Universitäten ab. .      mehr unter uni-augsburg.de


„Die Zukunft des konfessionellen Religionsunterrichts“

Deutsche Bischofskonferenz veröffentlicht Erklärung

RUDie Deutsche Bischofskonferenz veröffentlichte am 16. Dezember 2016 die Erklärung „Die Zukunft des konfessionellen Religionsunterrichts. Empfehlungen für die Kooperation des katholischen mit dem evangelischen Religionsunterricht“. „Für die Zukunft des konfessionellen Religionsunterrichts ist die Kooperation beider Fächer von großer Bedeutung“, erklärte Erzbischof Hans-Josef Becker. Zum einen werde in vielen Regionen die parallele Einrichtung von katholischen und evangelischen Lerngruppen nicht mehr möglich sein, weil die Zahl der katholischen oder evangelischen Schüler dafür zu gering ist. Zum anderen hätten die Erfahrungen in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Teilen von Nordrhein-Westfalen gezeigt, dass eine erweiterte Kooperation, die die Einrichtung gemischt-konfessioneller Lerngruppen ermöglicht, sinnvoll ist.    die Erklärung als Broschüre bzw. als pdf-Datei (0,25MB)


Diskussionen um den konfessionellen Religionsunterricht

Rundbrief15ein Kommentar von Joachim Ruopp für den Rundbrief 2016 der Fachgemeinschaft evangelischer Religionslehrer- und Religionslehrerinnen in Württemberg e.V.

Der katholische Religionspädagoge Norbert Scholl hat in Publik Forum, Ausgabe 19/2016, (der Artikel bei publik-forum.de) provozierend geschrieben: Schafft diesen Religionsunterricht ab! Scholl plädiert dafür, religiöse Bildung in Zukunft so zu formatieren, dass ein Unterricht im Klassenverband erfolgt, in dem Verständnis und Toleranz eingeübt werden und die religiösen Differenzen von gemeinsamen Wertorientierungen eingefasst und eingehegt werden. Ein wichtiges Thema, na klar. Aber ein ärgerlicher Artikel, finde ich. Wenig Phänomenologie (was ist denn mit den Erfahrungen aus alternativen Konzepten und Praxisformen in Deutschland – kein Wort davon), wenig Geschichtsbewusstsein... mehr->>


Evangelische Religionslehrkräfte fordern:

Religionen in der Schule begegnen - Chancen der Verständigung wahrnehmen

AEEDReligiöse Fragen spielen in unserer Gesellschaft eine immer größere Rolle. Sie sind heute oft mit politisch aktuellen Themen verknüpft, etwa mit den Problemen der Migration oder der Angst vor Terror. Vermeintliche Verteidiger des ‚christlichen Abendlandes‘ stellen in Wahrheit das grundgesetzlich garantierte Fundament der Freiheit und der Würde des Menschen in Frage. Immer mehr Menschen in Deutschland nehmen gegenüber dem Islam eine ablehnende Haltung ein, obgleich sie keinen Muslimen persönlich begegnen und diese Religion kaum kennen. mehr ->>


Was wird aus dem RU in der Zukunft?

FortbildungDie veränderten Rahmenbedingungen für den RU sind für alle Beteiligten unübersehbar. Die Zahl der religiös oder konfessionell nicht Gebundenen nimmt deutlich zu. Der Fachverband sieht es als seine Aufgabe an, Anregungen und Impulse zum Nachdenken zu geben und hat sich deshalb auf seiner Jahrestagung 2016 über das Fach "Religion und Kultur" im Kanton Zürich informiert.    mehr


Interreligiöser Dialog erfordert "gebildete" Religion

RUMehr als eine Million Schülerinnen und Schüler besuchen in Baden-Württemberg den katholischen oder evangelischen Religionsunterricht, darunter auch konfessionslose Kinder und Jugendliche, die freiwillig teilnehmen. Darauf wiesen die Bildungsverantwortlichen der katholischen und evangelischen Kirchen in Baden-Württemberg hin. Eine Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der sich mehr als 1000 Teilnehmende auf freiwilliger Basis beteiligten, hatte laut dpa ergeben, dass mehr als zwei Drittel der Deutschen für eine Abschaffung des Religionsunterrichts an Schulen seien.  

„In der gegenwärtigen religionspluralen Situation ist der konfessionelle Religionsunterricht besonders wichtig“, sagte Christoph Schneider-Harpprecht, Oberkirchenrat der Evangelischen Landeskirche in Baden. Der interreligiöse Dialog erfordere „eine gebildete Religion“.     mehr unter ekiba.de


Mehrheit für Werteunterricht statt Religionsunterricht

Mit dem neuen Schuljahr führte Luxemburg in der Oberstufe ein neues Fach ein: "Leben und Gesellschaft". Es soll den bisherigen Religionsunterricht ersetzen und im nächsten Jahr in den Grundschulen eingeführt werden. Wie mehrere Medien berichten, ergab eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsunternehmens YouGov, dass 69 Prozent der Deutschen einen ähnlichen gemeinsamen Werteunterricht anstatt des Religionsunterrichts befürworten. 21 Prozent lehnen die Einführung eines solchen Wertefaches ab.      mehr ->>
Fragwürdige Umfrage: Religionsunterricht abschaffen? Kommentar von Jörg Lohrer auf rpi-virtuell


Kompetenz der Religionslehrkräfte ist gefragt wie selten zuvor

Ende April 16 trafen sich Vertreterinnen undak Vertreter der evangelischen und katholischen  Religionslehrerverbände in Baden-Württemberg (AK) zu ihrer Frühjahrstagung in Unterreichenbach. Im Zentrum stand dabei der Austausch mit dem Geschäftsführer der „Interkonfessionellen Schulreferentenkonferenz Baden-Württembergs“ (Interko), OStD i.K. Dr. Wolfram Winger.
Dr. Winger, Referent für Gymnasien in der Schulabteilung der Diözese Rottenburg-Stuttgart, schilderte in einem Referat „Herausforderungen für den Religionsunterricht in Baden-Württemberg in der nächsten Dekade“.
weitere Infos beim Verband der katholischen Religionslehrerinnen und Religionslehrer in der Erzdiözese Freiburg
Das Statement von Dr. Winger als pdf-Datei




In einem Flyer haben RPI und PTZ “10 gute Gründe für Reli” zusammengestellt. Die Argumente sind in dieser Präsentation wiedergegeben:

Zehn gute Gründe für den Religionsunterricht

  • 1. Der Religionsunterricht gibt Raum für die großen Fragen des Lebens

    Im Religionsunterricht können Kinder und Jugendliche über die großen Fragen des Lebens nachdenken: Woher kommen wir und wohin gehen wir? Was ist der Sinn des Lebens? Gibt es einen Gott, und wenn ja: Wie kann man mit ihm in Kontakt treten?

  • 2. Der Religionsunterricht spielt mit offenen Karten

    Der Religionsunterricht legt seine weltanschaulichen Grundlagen offen. Er behandelt die Grundfragen des Lebens auf der Grundlage des christlichen Glaubens, in der Prägung der jeweiligen Konfession, die ihn verantwortet. So wissen die Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern, woran sie sind. Verdeckte Beeinflussung oder gar Manipulation werden so schon von der Anlage her ausgeschlossen.

  • 3. Der Religionsunterricht hilft einen eigenen Standpunkt zu entwickeln

    Weil der Religionsunterricht mit offenen Karten spielt, bietet er Schülerinnen und Schülern einen klaren Standpunkt, mit dem sie sich auseinandersetzen können. Kinder und Jugendliche hören im Religionsunterricht die großen Geschichten des Glaubens aus der Bibel. Sie entdecken, welche Antworten auf die Grundfragen des Lebens in ihnen enthalten sind. Sie setzen sich mit ihnen auseinander und können so einen eigenen Standpunkt entwickeln.

  • 4. Religionsunterricht macht dialogfähig

    Nur wer einen eigenen Standpunkt hat, kann mit anderen in Dialog treten. Der Religionsunterricht macht Kinder und Jugendliche dialogfähig: Er hilft ihnen zum einen, sich einen eigenen Standpunkt zu erarbeiten. Und er schult sie andererseits darin, andere Auffassungen mit Respekt wahrzunehmen und mit Menschen ins Gespräch kommen, die anders denken. So leistet er einen unverzichtbaren Beitrag zum friedlichen Zusammenleben in einer multireligiösen Gesellschaft.

  • 5. Im Religionsunterricht wird Freiheit konkret

    Religionsunterricht ist gelebte Religionsfreiheit: Kein Schüler muss am Religionsunterricht teilnehmen, wenn er das nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Durch den konfessionellen Religionsunterricht wird garantiert, dass an der Schule in Glaubensfragen niemand zu etwas gezwungen wird – weder zur Teilnahme am Religionsunterricht noch zum Verzicht darauf.

  • 6. Religionsunterricht ist gelebter Pluralismus

    Der konfessionelle Religionsunterricht und das Ersatzfach Ethik machen an der Schule für jeden sichtbar, dass es in einer pluralen Gesellschaft unterschiedliche Antworten auf die Grundfragen des Lebens gibt.

  • 7. Der Religionsunterricht fördert verantwortliches Leben

    Im Religionsunterricht setzen sich Kinder und Jugendliche mit ethischen Fragen auseinander und üben exemplarisch Grundwerte wie Respekt und Solidarität ein. Dadurch wird das biblische Nächstenliebegebot konkret. So hilft der Religionsunterricht den Schülerinnen und Schülern dabei, sich zu mündigen und verantwortungsvollen Bürgerinnen und Bürgern der Gesellschaft zu entwickeln.

  • 8. Der Religionsunterricht hilft Kindern und Jugendlichen sich selbst zu finden

    Der Religionsunterricht unterstützt Kinder und Jugendliche bei der Identitätsfindung. Er macht tragfähige Angebote für ein authentisches und selbstbestimmtes Leben. So ermöglicht er Bildung im umfassenden Sinn.

  • 9. Der Religionsunterricht hält die Erinnerung wach, dass das Leben nicht im Nützlichen aufgeht

    Im Religionsunterricht erfahren Kinder und Jugendliche, dass Leben mehr ist als das, was vordergründig nützlich ist. Im Religionsunterricht ist Raum für Zweckfreies, für Feier und Spiel.

  • 10. Der Religionsunterricht hilft mit Brüchen und Scheitern umzugehen

    Der christliche Glaube weiß darum, dass das Leben nicht nur aus Siegen und Erfolgen besteht. Im Religionsunterricht lernen Kinder und Jugendliche mit Scheitern und Niederlagen, mit den Tiefen des Lebens und mit schmerzlichen Erfahrungen umzugehen.

 

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