Texte und Meldungen zur Frage der Zukunft des Religionsunterrichts


Fortbildung

Was wird aus dem RU in der Zukunft?

Die veränderten Rahmenbedingungen für den RU sind für alle Beteiligten unübersehbar. Die Zahl der religiös oder konfessionell nicht Gebundenen nimmt deutlich zu. Der Fachverband sieht es als seine Aufgabe an, Anregungen und Impulse zum Nachdenken zu geben und hat sich deshalb auf seiner Jahrestagung über das Fach "Religion und Kultur" im Kanton Zürich informiert.    mehr->>


Diskussionen um den konfessionellen Religionsunterricht

ein Kommentar von Joachim Ruopp für den Rundbrief 2016 der Fachgemeinschaft evangelischer Religionslehrer- und Religionslehrerinnen in Württemberg e.V.

Norbert Scholl hat in Publik Forum, Ausgabe 19/2016, (der Artikel bei publik-forum.de) provozierend geschrieben: Schafft diesen Religionsunterricht ab! Das Demonstrativum ist laut zu hören. Scholl plädiert dafür, religiöse Bildung in Zukunft so zu formatieren, dass ein Unterricht im Klassenverband erfolgt, in dem Verständnis und Toleranz eingeübt werden und die religiösen Differenzen von gemeinsamen Wertorientierungen eingefasst und eingehegt werden. Als nicht zukunftsfähig gilt ihm dagegen der konfessionelle Religionsunterricht, der sich durch den gesellschaftlichen Wandel, die Immigration, die Abmeldungen vom RU schlicht überlebt habe und ein Privileg der Kirchen sei, auf das sie um der Lauterkeit ihres Zeugnisses willen besser verzichten soll. Ein wichtiges Thema, na klar. Aber ein ärgerlicher Artikel, finde ich.

der komplette Text aus dem fg-Rundbrief

Mehrheit für Werteunterricht statt Religionsunterricht

Mit dem neuen Schuljahr führte Luxemburg in der Oberstufe ein neues Fach ein: "Leben und Gesellschaft". Es soll den bisherigen Religionsunterricht ersetzen und im nächsten Jahr in den Grundschulen eingeführt werden. Wie mehrere Medien berichten, ergab eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsunternehmens YouGov, dass 69 Prozent der Deutschen einen ähnlichen gemeinsamen Werteunterricht anstatt des Religionsunterrichts befürworten. 21 Prozent lehnen die Einführung eines solchen Wertefaches ab.      mehr ->>
Fragwürdige Umfrage: Religionsunterricht abschaffen? Kommentar von Jörg Lohrer auf rpi-virtuell


Interreligiöser Dialog erfordert "gebildete" Religion

RUMehr als eine Million Schülerinnen und Schüler besuchen in Baden-Württemberg den katholischen oder evangelischen Religionsunterricht, darunter auch konfessionslose Kinder und Jugendliche, die freiwillig teilnehmen. Darauf wiesen die Bildungsverantwortlichen der katholischen und evangelischen Kirchen in Baden-Württemberg hin. Eine Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der sich mehr als 1000 Teilnehmende auf freiwilliger Basis beteiligten, hatte laut dpa ergeben, dass mehr als zwei Drittel der Deutschen für eine Abschaffung des Religionsunterrichts an Schulen seien.  

„In der gegenwärtigen religionspluralen Situation ist der konfessionelle Religionsunterricht besonders wichtig“, sagte Christoph Schneider-Harpprecht, Oberkirchenrat der Evangelischen Landeskirche in Baden. Der interreligiöse Dialog erfordere „eine gebildete Religion“.     mehr ->>


Evangelische Religionslehrkräfte fordern:

Religionen in der Schule begegnen - Chancen der Verständigung wahrnehmen

AEEDReligiöse Fragen spielen in unserer Gesellschaft eine immer größere Rolle. Sie sind heute oft mit politisch aktuellen Themen verknüpft, etwa mit den Problemen der Migration oder der Angst vor Terror. Vermeintliche Verteidiger des ‚christlichen Abendlandes‘ stellen in Wahrheit das grundgesetzlich garantierte Fundament der Freiheit und der Würde des Menschen in Frage. Immer mehr Menschen in Deutschland nehmen gegenüber dem Islam eine ablehnende Haltung ein, obgleich sie keinen Muslimen persönlich begegnen und diese Religion kaum kennen. mehr ->>

Diskussionen um den konfessionellen Religionsunterricht

Rundbrief15ein Kommentar von Joachim Ruopp
Der katholische Religionspädagoge Norbert Scholl hat in Publik Forum, Ausgabe 19/2016, provozierend geschrieben: Schafft diesen Religionsunterricht ab! Scholl plädiert dafür, religiöse Bildung in Zukunft so zu formatieren, dass ein Unterricht im Klassenverband erfolgt, in dem Verständnis und Toleranz eingeübt werden und die religiösen Differenzen von gemeinsamen Wertorientierungen eingefasst und eingehegt werden. Ein wichtiges Thema, na klar. Aber ein ärgerlicher Artikel, finde ich. Wenig Phänomenologie (was ist denn mit den Erfahrungen aus alternativen Konzepten und Praxisformen in Deutschland – kein Wort davon), wenig Geschichtsbewusstsein... mehr->>
Deutsche Bischofskonferenz veröffentlicht Erklärung

„Die Zukunft des konfessionellen Religionsunterrichts“

RUDie Deutsche Bischofskonferenz veröffentlichte am 16. Dezember 2016 die Erklärung „Die Zukunft des konfessionellen Religionsunterrichts. Empfehlungen für die Kooperation des katholischen mit dem evangelischen Religionsunterricht“. „Für die Zukunft des konfessionellen Religionsunterrichts ist die Kooperation beider Fächer von großer Bedeutung“, erklärte Erzbischof Hans-Josef Becker. Zum einen werde in vielen Regionen die parallele Einrichtung von katholischen und evangelischen Lerngruppen nicht mehr möglich sein, weil die Zahl der katholischen oder evangelischen Schüler dafür zu gering ist. Zum anderen hätten die Erfahrungen in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Teilen von Nordrhein-Westfalen gezeigt, dass eine erweiterte Kooperation, die die Einrichtung gemischt-konfessioneller Lerngruppen ermöglicht, sinnvoll ist.    mehr ->>


Konfessionell, kooperativ, kontextuell

– Weichenstellungen für einen zukunftsfähigen Religionsunterricht

Uni Augsburg163 Religionspädagoginnen und Religionspädagogen aus Forschung und Lehre treten mit diesem Positionspapier an die Öffentlichkeit in der Absicht, Schülerinnen und Schülern trotz der Veränderungen religiöser Zugehörigkeit die Chance auf eine zeit- und kontextgemäße religiöse Bildung zu geben. Entlang der programmatischen Leitbegriffe „konfessionell, kooperativ, kon-textuell“ legen sie prinzipielle Weichenstellungen eines zukunftsfähigen Religionsunterrichts vor und leiten daraus Selbstverpflichtungen für die wissenschaftliche Bildung der künftigen Religionslehrerinnen und -lehrer an den Hochschulen und Universitäten ab. .      mehr ->>


Religionsunterricht:

Alle Glaubensrichtungen "im selben Boot"

kathpressIn Bezug auf die Zukunft des Religionsunterrichtes müssen die Vertreter der Religionen angesichts der gesellschaftlichen Säkularisierung "erkennen, dass wir alle im selben Boot sitzen". Deswegen rät Alexander van Dellen, Religionspädagoge an der Universität Innsbruck, im Interview mit der Kooperationsredaktion österreichischer Kirchenzeitungen (Ausgaben 12. Februar) zu einem Schulterschluss. Zusammenarbeit zwischen Konfessionen und Religionen beim Religionsunterricht, und schon bei der Ausbildung von Lehrkräften wie in Innsbruck und Wien, seien "ein Gebot der Stunde". Van Dellen: "Wenn es uns gelingt zu vermitteln, welchen Beitrag Religionen für ein friedliches Zusammenleben spielen können, und wir dazu auch an unseren Schulen vermehrt kooperative Modelle religiösen Lernens umsetzen, mache ich mir keine Sorgen um den nach Konfessionen organisierten Religionsunterricht."
.      der komplette Artikel bei kathpress.at (inzwischen nur noch für Abonnenten zugänglich)


Kirchen in Berlin und Brandenburg kooperieren bei Religionslehre

Gemeinsam auf der Schulbank

Wie domradio.de meldet, wollen die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und das Erzbistum Berlin beim Religionsunterricht stärker zusammenarbeiten. Evangelische und katholische Lehrkräfte sollen aber getrennt unterrichten. "Diese Kooperation betrifft besonders Regionen, wo es nicht ausreichend Schülerinnen und Schüler gibt, die am Religionsunterricht interessiert sind, um eine pädagogisch funktionsfähige Klasse zusammenzustellen", erklärte der evangelische Berliner Bischof Markus Dröge.

Dröge sagte, dass in solchen Regionen weiterhin entweder evangelische oder katholische Lehrkräfte unterrichten sollten. Wenn jedoch ein evangelischer Lehrer den Religionsunterricht erteile, dann solle es auch immer Elemente oder Schülerprojekte geben, "in denen eine katholische Lehrkraft authentisch die besonderen Prägungen des katholischen Glaubens zum Ausdruck bringen kann". Dies gelte auch umgekehrt. Koch sagte dazu: "Wir wollen - zumal in diesen entkirchlichten Regionen - einen großen gemeinsamen Schatz bewahren und teilen, der uns als Kirchen von Christus her anvertraut ist." Die Kirchen wollten zeigen, dass sie in ihrer Verantwortung auf dem gemeinsamen Weg des Glaubens bleiben.
.      der komplette Artikel bei domradio.de


Katholische Kirche für mehr Kooperation beim Religionsunterricht

SchülerinNach einer Meldung von domradio.de empfehlen die katholischen Bischöfe eine erweiterte Kooperation zwischen evangelischem und katholischem Religionsunterricht. Gleichzeitig gehe es aber nicht darum, ein fusioniertes Fach für Schüler beider Konfessionen einzurichten.
Das erklärte der Leiter des Referates Religionspädagogik der Deutschen Bischofskonferenz, Andreas Verhülsdonk, in Münster. Er äußerte sich im Vorfeld der Tagung "Konfessionelle Kooperation - Not oder Tugend".      mehr ->>


Rilke und der Religionsunterricht

RilkeDass Rilke sich auch mit dem Religionsunterricht beschäftigt hat, ist kaum bekannt. Der Anlass ist ein Privater und hängt mit seiner damaligen Lebenssituation zusammen. Rilke hatte im April 1901 in Bremen die Künstlerin Clara Westhoff geheiratet. Am 12.12. wurde die Tochter Ruth geboren und die kleine Familie wohnte in der Künstlerkolonie Worpswede, nördlich von Bremen.

Im Frühjahr 1905 lud die Bremer „Vereinigung für Schulreform“ in einer Umfrage deutschlandweit zu Stellungnahmen ein zum Thema Religionsunterricht. Rilke antwortete rasch und schrieb im Mai/Juni eine Antwort. Gedruckt erschien dieser Brief zusammen mit weiteren Zuschriften als „Religionsunterricht? Achtzig Gutachten. Ergebnis einer von der ‚Vereinigung für Schulreform, Bremen’ veranstalteten allgemeinen deutschen Umfrage“  im Jahr 1906.      mehr


Zur Zukunft des Religionsunterrichtes und der Schule im Kontext europäischer Entwicklungen

Alle zwei Jahre gibt es ein Treffen von Vertreterinnen und Vertretern der Ev. Kirche im Rheinland mit der Schulabteilung und dem Schulamt der Bezirksregierung Köln und den Vertretern der Schulämter des Bezirks. Zum Treffen am 20. April 2016 war Dr. Peter Schreiner eingeladen, zum Thema „Zur Zukunft des Religionsunterrichtes und der Schule im Kontext europäischer Entwicklungen“ zu referieren.
Text des Referates bei comenius.de (pdf-Datei)
Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken am 05./06. Mai 2017 in Berlin

Für einen zukunftsfähigen Religionsunterricht

ZdKFür eine Stärkung des konfessionellen Religionsunterrichts und seine Weiterentwicklung durch ökumenische Kooperation und interreligiösen Austausch setzt sich das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) in einer am 6. Mai 2017, in Berlin verabschiedeten Erklärung ein. Es unterstützt damit ausdrücklich die von der Deutschen Bischofskonferenz vorgelegten Rahmenempfehlungen für die Diözesen.     mehr ->>


Werteunterricht statt "Reli" in Luxemburg - von allem ein bisschen

schulklasseAb dem kommenden Schuljahr wird in Luxemburg der konfessionelle Religionsunterricht abgeschafft und durch neutralen Werteunterricht ersetzt. Ein Signal für Deutschland? Ist auch hierzulande der Religionsunterricht auf dem Rückzug? domradio.de interviewte zum Thema Birgit van Elten, die Bundesvorsitzende des VKR ( Verband der katholischen Religionslehrerinnen und Religionslehrer an berufsbildenden Schulen).     das Interview auf domradio.de


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