Oktober 2009
Fachverband gegen landesweiten Unitag am Buß- und Bettag

In einem Schreiben an den Wissenschaftsminister sowie Kultusminister des Landes hat sich der Vorsitzende des Fachverbandes, Dr. Helmut Mödritzer gegen die in diesem Jahr stattgefundene Zusammenlegung von landsweitem Unitag und dem evangelischen Feiertag Buß- und Bettag gewandt. Der für Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschüler der Jahrgänge 11-13 stattfindende Unitag wird in dem Schreiben ausdrücklich als Beitrag zur Berufsorientierung bzw. -findung begrüßt. Gleichwohl finden an zahlreichen Schulen am Buß- und Bettag Schulgottesdienste statt, von denen die Oberstufenschülerinnen und -schüler nun de facto ausgeschlossen wurden. Der Vorsitzende bat die Verantwortlichen, künftig bei der Terminierung des landesweiten Unitages umsichtiger vorzugehen.
In einem Schreiben vom 26. November erklärte sich das Kultusministerium in dieser Frage für nicht zuständig und verwies auf das Wissenschaftsministerium; von dort steht die Antwort noch aus.

Erster Kommentar hierzu:
Vielleicht kommt es gerade deshalb zu solch unglücklichen Zusammenlegungen, weil sich niemand mehr für das Ganze verantwortlich weiß, sondern nur noch für seinen Bereich. Kein Unitag ohne Schülerinnen und Schüler und Schulen - und für die ist nun mal das Kultusministerium zuständig, und das sollte 1. wissen, dass an unseren Schulen Schulgottesdienste stattfinden und 2., dass es den Buß- und Bettag als wichtigen evangelischen Feiertag nach wie vor gibt...

Studieninformationstag nicht nur am Buß- und Bettag
In einem Schreiben vom 19. November 2009 hat der Vorstand des Fachverband darauf hingewiesen, dass der landesweite Studieninformationstag 2009 auf den Buß- und Bettag fiel. Wissenschaftsminister Frankenberg reagierte auf das Schreiben wie folgt:
"Der Studieninformationstag wird in Absprache mit dem Kultusministerium terminiert, wobei er seit über 15 Jahren auf den Buß- und Bettag fällt und sowohl bei Hochschu­len als auch im Schulbetrieb an diesem Tag fest verankert ist.
Wir haben Ihr Schreiben nun zum Anlass genommen, um gemeinsam mit dem Kul­tusministerium einen Weg zu finden, der den Schülerinnen und Schülern ermöglicht, einen Gottesdienst und dennoch den am Buß- und Bettag seit langem etablierten und sehr erfolgreichen Studieninformationstag zu besuchen.
In den Jahren 2010 und 2011 soll der Studieninformationstag auf zwei Tage ausge­dehnt werden (Buß- und Bettag und der anschließende Donnerstag). Die Schulen wählen 2010 und 2011 entweder den ersten oder den zweiten Tag, an dem die Schü­lerinnen und Schüler durch die Schulleitung vom Unterricht freigestellt werden kön­nen. Wählen Schulen den zweiten Tag (Donnerstag), haben Schülerinnen und Schü­ler die Möglichkeit, mittwochs den Gottesdienst und donnerstags den Studieninformationstag zu besuchen. Zudem werden wir unsere Hochschulen bitten, am Mittwoch einen Gottesdienst über die Hochschulgemeinden anzubieten. Dadurch werden auch Schülerinnen und Schüler, deren Schulen sich für den ersten Tag (Buß- und Bettag) entschieden haben, die Möglichkeit haben, einen Gottesdienst zu besuchen. Wir werden nach den zwei Jahren prüfen, ob diese zweitägige Variante auch über das Jahr 2011 hinaus angeboten wird."

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