01.05.2017 
Abschluss der Frühjahrstagung der badischen Landessynode

Stärkung des evangelischen Profils in den Kitas

Fruehjahrssynode17 Die Synode der badischen Landeskirche ist am Samstag, 29.4. in Bad Herrenalb zu Ende gegangen. Die Synodalen beschlossen in ihrer Abschlusssitzung ein Maßnahmenpaket zur Stärkung des evangelischen Profils in den Kindertageseinrichtungen der Landeskirche. Hierfür wurden 2,84 Millionen Euro bereitgestellt. Ferner verabschiedeten sie eine Stellungnahme gegen den Rechtspopulismus und forderten die Gemeinden dazu auf, sich für die Wahrung der Menschenrechte und den demokratischen Rechtsstaat einzusetzen. Auch das Reformationsjubiläum stand auf der Tagesordnung der Beratungen der 75 Synodalen aus ganz Baden.  

„In Zeiten, in denen die christliche Sozialisation in den Familien nicht mehr so automatisch stattfindet wie früher, ist es wichtig, dass wir die uns anvertrauten Kinder auch weiterhin in ihrer kindlichen Spiritualität stärken und ihre Glaubensfragen beantworten“, erklärte die Synodale Caroline Handtmann (Karlsruhe). Insbesondere der Austausch mit verschiedenen Kulturen und Religionen sei ein wichtiges Anliegen. Hierfür und für viele andere Themen würden Erzieherinnen und Erzieher entsprechend geschult. Zugleich sieht die Synode die Kindertagesstätten als Chance für den Gemeindeaufbau vor Ort. „Hier bietet sich die Gelegenheit, mit jungen Familien aus ganz unterschiedlichen Milieus in Kontakt zu kommen und Begegnungsmöglichkeiten mit der Kirche zu schaffen“, sagte die Synodale Cornelia Wetterich (Wertheim). Insgesamt 2,84 Millionen Euro stellte die Landessynode für die Stärkung des evangelischen Profils bereit.

In der badischen Landeskirche sind derzeit 635 Kindertageseinrichtungen in evangelischer Trägerschaft; diese Einrichtungen besuchen täglich 40.000 Kinder. Jährlich investiert die Landeskirche 13,5 Millionen Euro in Kindertageseinrichtungen. Ein neues Gesetz regelt die künftige Zuweisung von landeskirchlichen Mitteln an die Kindertageseinrichtungen. „Dadurch soll die Bezuschussung der Kitas flexibler gesteuert werden, zum Beispiel hinsichtlich des Aufbaus von Gruppen und inhaltlicher Schwerpunktsetzungen“, erklärte der Synodale Ralph Hartmann (Mannheim).

In ihrer Erklärung angesichts aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen riefen die Synodalen dazu auf, „sich für den wechselseitigen Respekt und die Achtung der Menschenwürde als Grundlage für den Dialog in parlamentarischen Demokratien einzusetzen“. Zugleich bittet die Landessynode, „aktiv den Dialog in der Gesellschaft zu suchen und sich kritisch mit rechtspopulistischen Bewegungen, Parteien oder Meinungen auseinander zu setzen.“

Quelle: ekiba.de

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